Behandlungsverlauf

In der Regel beginnt die Behandlung im Rahmen der Integrierten Versorgung bereits mit Ihrer ersten Vorstellung im Krankenhaus. Dort wird – auf Veranlassung Ihres behandelnden Fach- oder Hausarztes – von den Spezialisten vor Ort zunächst festgestellt, ob die medizinischen Voraussetzungen für eine entsprechende Behandlung gegeben sind. Darüber hinaus werden Sie über den Therapieablauf informiert.
Schon wenige Tage später setzt sich dann Ihr persönlicher Gesundheits-Begleiter das erste Mal mit Ihnen in Verbindung. Ziel ist es, den individuellen Behandlungsprozess mit Ihnen abzusprechen und Sie ausführlich über die Inhalte der einzelnen Maßnahmen sowie über die unterschiedlichen Rehabilitationsformen zu informieren. 

Diagnosestellung und Screening
Stimmen die Voraussetzungen, erhalten Sie bereits innerhalb von 14 Tagen nach Eingang des Screening-Bogens beim RRZ einen Termin zur fachrheumatologischen Untersuchung und Diagnosestellung. In dieser Phase wird verbindlich geklärt, ob die Kriterien für eine Übernahme in die Integrierte Versorgung bei rheumatischen Erkrankungen gegeben sind – oder nicht. 

Im Rahmen dieses Aufenthaltes erhalten Sie neben der fachärztlichen und medikamentösen Behandlung gegebenenfalls eine Versorgung mit Heil- und/oder Hilfsmitteln. Zum Beispiel Krankengymnastik, Ergotherapie, Bewegungsbad, Ernährungsberatung aber beispielsweise auch Bandagen. Eine enge Betreuung durch den zuständigen Rehabilitations-Arzt stellt die nahtlose Behandlung sicher. 

Im Konzept der Integrierten Versorgung obliegt die Entscheidung zu Frequenz und Dauer der einzelnen Rehabilitationsmaßnahmen der medizinischen Einschätzung des zuständigen Reha-Arztes. Mit ihm finden zur Beobachtung und Diskussion des Behandlungsprozesses regelmäßige Besprechungen statt. Vorgesehen sind durch die Integrierte Versorgung etwa 15 einzelne Reha-Tage von jeweils vier bis sechs Stunden Dauer.

Die erste Diagnose – die so genannte „Verdachtsdiagnose“ – wird vom behandelnden niedergelassenen Arzt/ Internisten/ Orthopäden gestellt. Anhand fest definierter medizinischer Untersuchungsparameter ermittelt dieser, ob Sie mit Ihrem Krankheitsbild für eine Vorstellung in der rheumatologischen Ambulanz des Rheinischen Rheumazentrums (RRZ) infrage kommen. Diesen Vorgang bezeichnen die Fachleute als „Screening“.

Der Klinikaufenthalt

Je nach Schwere des individuellen Krankheitsbildes folgt dann zeitnah eine ambulante, teilstationäre (Tagesklinik) oder stationäre Therapie im Rheinischen Rheumazentrum, um das Risiko von Folgeschäden an den Gelenken zu vermeiden oder wenigstens zu reduzieren. 

Die Rehabilitation

Nach der akuten Behandlung im Krankenhaus folgen schließlich die Rehabilitationsmaßnahmen. Natürlich stets unter Berücksichtigung der individuellen Aspekte Ihrer Erkrankung wie etwaiger Begleiterkrankungen und persönlicher Lebensumstände.

Die Heil- und/oder Hilfsmittelversorgung

Die Verordnung individuell notwendiger Heil- und/oder Hilfsmittel obliegt dem behandelnden Krankenhausarzt. Ebenso die Kontrolle etwaiger Therapiefortschritte.

Die Nachsorgemaßnahmen

Die im Konzept der Integrierten Versorgung vorgesehenen Nachsorgemaßnahmen dienen der stetigen Kontrolle erzielter Behandlungsergebnisse. Durch den ständigen fachlichen Austausch zwischen Rheinischem Rheuma-Zentrum sowie den behandelnden niedergelassenen Ärzten wird eine exzellente Behandlungsqualität sichergestellt. Dabei sieht die Integrierte Versorgung im Bereich „Rheuma“ sechs Nachsorgeuntersuchungen innerhalb eines Jahres vor. Sie erfolgen jeweils im Abstand von sechs Wochen im Wechsel zwischen niedergelassenem Arzt und Rheinischem Rheumazentrum. Die entsprechenden Termine hierzu werden von Ihrem persönlichen Gesundheitsbegleiter organisiert.